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GIS-gestützte Vulnerabilitätsbewertung von Grundwasservorkommen






21.10.2016  Bei der Dr. Kerth + Lampe Geo-Infometric GmbH sind Geografische Informationssysteme (GIS) ein Standardwerkzeug in vielen Projekten mit ihren unterschiedlichen Fragestellungen. Dabei reicht die Anwendung von der reinen Visualisierung von selbst erhobenen und verfügbaren Geo-Daten bis zur Generierung „neuer“ Daten durch Verschneidungen sowie Gelände- bzw. Topologieanalysen.

Besonders geeignet ist die GIS-gestützte Bearbeitung bei der Bewertung flächenbezogener Informationen auf Maßstabsebenen von 1 : 10.000 und mehr. Ein Beispiel für solche Projekte sind Vulnerabilitätsbewertungen von Grundwasservorkommen in Zusammenhang mit der Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergieanlagen (WEA), wie sie die Dr. Kerth + Lampe Geo-Infometric GmbH in jüngster Zeit für eine Reihe von Kommunen in Ostwestfalen-Lippe durchgeführt hat.

Grundlage einer solchen Vulnerabilitätsbewertung sind neuere Bewertungsverfahren, bei denen eine Kombination aus bodenkundlichen sowie (hydro-) geologischen Fachdaten erfolgt. Diese Kombination ermöglicht eine umfassende Bewertung der vorhandenen Schutzwirkungen und des Schadstoffrückhaltepotentials der Grundwasserdeckschichten.

Eingangsgrößen in eine solche flächenhafte Bewertung sind flächendeckende Informationen zum geologischen Untergrund (Locker- sowie Festgestein), zur Lage der Grundwasseroberfläche, zu den vorhandenen bodenkundlichen Verhältnissen (hier teils Bodenart- und –typspezifische Parameter) sowie zur vorhandenen Grundwasserneubildung, die als GIS-Datensätze vorliegen. Die Erfahrung zeigt dabei, dass diese flächenhaften, teilweise nur im Maßstab 1: 50.000 zur Verfügung stehenden Datensätze teilweise noch durch Detailinformationen aus Archiv- und Geländedaten der Dr. Kerth + Lampe Geo-Infometric GmbH sowie anderen Informationsquellen ergänzt werden müssen, um auf der entsprechenden Skalenebene die Realität bestmöglich abzubilden.

Im Ergebnis kann eine flächenspezifische Charakterisierung des Schutzpotentials der Grundwasserüberdeckung sowohl im „unberührten“ Zustand als auch bei Ausbildung einer „Regelbaugrube“ mit definierter Aushubtiefe erfolgen. Die grafischen Darstellungsmöglichkeiten im GIS ermöglichten dabei umfassende und thematisch angepasste Kartendarstellungen. Die so gewonnenen Daten stellen ein fundiertes Instrument zur Berücksichtigung der Vulnerabilität von Grundwasservorkommen im Rahmen der Ausweisung von WEA-Vorrangflächen bei der kommunalen Flächennutzungsplanung dar.

Weitergehende Auskunft zum Thema geben gerne Anna Landwehr und Dr. Michael Kerth.

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